Sonntag, 7. September 2014

Alexander Gerst und die Frage ob wir alleine im Universum sind

07.09.2014

Gestern konnten die Bewohner des baden-württembergischen Ortes Künzelsau mit "Ihrem" Alexander Gerst kommunizieren. Der befindet sich derzeit als Astronaut auf der Internationalen Raumstation ISS, 400 km über den Köpfen der Künzelsauer und all der anderen Erdenbewohner.

Bis vor wenigen Jahrzehnten noch reine Science Fiction, sind wir heute umgeben von Raumfahrt- und Flugtechnik. Niemand macht sich mehr Gedanken über tausende Flugzeuge, die jeden Tag durch den Tages- oder Nachthimmel schweben oder die beinahe 1.200 Satelliten, die unsere Erde umkreisen und mit denen wir völlig selbstverständlich tagtäglich kommunizieren.

Zeitgleich wird auf der ganzen Erde die Frage gestellt, ob wir in diesem Universum alleine sind. Rund um den Globus wird der Blick mit riesigen Teleskopen in ungeahnte Ferne gerichtet und nach bewohnbaren Planeten Ausschau gehalten oder mit ebenso riesigen Radioempfängern nach Signalen von fernen Intelligenzen geforscht. Millionen wurden und werden für die Fragen des Woher und Wohin der Menschheit ausgegeben. Neben den Wissenschaftlern, die offensichtlich vom Erfolg ihrer Arbeit überzeugt sind, gibt es dennoch unzählige Zweifler, wenn es um die Frage geht, ob es da draußen noch anderes Leben geben mag. Dabei liegt die Antwort doch für beide Seiten auf der Hand!

Denn natürlich gibt es da draußen außer dem uns bekannten Leben noch unendlich viele weitere Lebensformen. Darunter sicher auch welche, die durchaus Ähnlichkeit mit uns haben werden. Wie - sicher nicht nur ich - auf diese These komme? In dem ich eins und eins zusammenzähle!

Unsere Natur ist so vielfältig, dass wir vermutlich noch lange nicht hinter all deren Geheimnisse kommen werden. Fest steht jedoch, dass die Natur nichts dem Zufall überlässt, dass nichts ohne Grund geschieht. Dabei ist die Natur von einem, allen Lebewesen gleichermaßen zueigenen Überlebenswillen erfüllt. Alles ist darauf ausgerichtet, den Fortbestand zu sichern und entweder sich dabei ständig den sich verändernden Gegebenheiten oder eben diese den eigenen Erfordernissen anzupassen. Im Ergebnis unterliegen wir also einem stetigen Prozess der Veränderung und Anpassung.

Besonders bemerkenswerte Ausprägungen finden sich dabei ausgerechnet dort, wo man bis vor Kurzem noch glaubte, überhaupt kein Leben zu finden; in der Arktis und der Tiefsee. Außergewöhnlich und beeindruckend, wie sich die Natur in diesen Umgebungen entwickelt hat, um auch dort dem Streben nach Überleben, Fortpflanzung und Vermehrung nachzukommen.

Nimmt man sich als "Krönung der Schöpfung" nun etwas zurück, betrachtet das Ganze einmal "aus der Ferne" und sich selbst "nur als Teil des Ganzen", wird man zu der Erkenntnis gelangen können, dass der Mensch, wie alles Leben, und damit nicht zuletzt auch unsere Erde, den gleichen Gegebenheiten unterliegen, dem gleichen Muster folgen. 

All die bereits mehrere tausend Jahre währenden Anstrengungen und Entwicklungen der Menschheit wären am Ende des Tages doch völlig sinnlos, wenn diese nicht dem einen, gleichen Zweck folgen würden. Wir befinden uns unaufhaltsam auf dem Weg, diesen Lebensraum Erde, der uns nicht ewig zur Verfügung steht, eines nicht mehr allzu fernen Tages zu verlassen und unser Fortbestehen auf anderen Welten zu sichern. Denn, wie hatten wir zuvor erkannt, nichts geschieht in unserer Natur ohne Grund! Welchen Sinn würde es also ergeben, dass wir mit einer, zugegebener Maßen auch sehr zerstörerischen Intelligenz ausgestattet sind, wenn diese nicht unzweifelhaft dazu diente, dass wir die daraus resultierenden, sich immer weiter entwickelnden Fähigkeiten eben zu dem Zweck nutzen, unseren Fortbestand zu sichern?

Hätte dann z. Bsp. die Anwesenheit des Künzelsauers Alexander Gerst auf der ISS überhaupt irgend einen Sinn? Wohl kaum.

So wie Pflanzen tausende und abertausende von Blütenstaubkörnern "verschleudern", der Mensch tausende und abertausende Spermien produzieren muss, einzig damit die Chancen zur erfolgreichen Vermehrung so hoch wie möglich sind, so hat die Natur auch die Erde und mit ihr intelligentes Leben nicht nur ein Mal produziert!

Letztlich schwirren seit dem Urknall unzählige Planeten und Lebensformen durch das All. Diese sind dabei naturgegeben vielerlei Gefahren ausgesetzt. Auch unsere Erde ist nicht vor der Zerstörung durch Kollisionen geschützt. Und selbst dann, wenn eine derartig zerstörerische Katastrophe unserem Heimatplaneten erspart bleiben sollte, ist dessen Zeit begrenzt. Die Natur kann also nicht ausgerechnet bei der Erde so "dumm" gewesen sein, einzig auf diese als Ort des Überlebens und der Vermehrung gesetzt zu haben. Statt dessen sind auch wir, den Gesetzen der Natur folgend, nur ein "Versuch" von Tausenden, viel wahrscheinlicher sogar Millionen!

Meine Überlegungen führen mich soweit, dass ich in den heute noch als Science Fiction abgetanen Visionen vieler Menschen nichts anderes sehe, als ein Fenster in unsere zukünftigen Errungenschaften. Auch hier unterstelle ich, dass diese Phantasien nicht grundlos existieren.Tatsächlich sind am Ende sämtlichen Entwicklungen Visionen und Phantasien voraus gegangen.

Zugegebener Maßen noch gewagter mutet sicher meine nachfolgende Fragestellung und meine Antwort darauf an:

Wie lange braucht es, bis Erdöl entsteht? Auf herkömmlichem Wege in jedem Fall länger, als es Menschen auf diesem Planeten gibt. Wenn nun aber in der Natur nichts ohne Grund geschieht, muss die Erde doch "gewusst" haben, dass es dereinst Lebewesen geben wird, die den Rohstoff Erdöl benötigen. Einen Rohstoff ohne den ein Leben für uns Menschen aktuell kaum vorstellbar wäre!

Ebenso verhält es sich auch mit allen anderen Stoffen, wie Erzen und Edelmetallen bis hin zu Kohle und Diamanten. Was würde die Erde mit all diesen Stoffen anfangen, wenn es den Menschen nicht gäbe? Wer würde diese Stoffe dann benötigen? Aus welchem Grund hätte die Natur diese Stoffe produzieren sollen?

Alles scheint also auf einen Kreislauf hinaus zu laufen, auf ein großes Ganzes! Doch egal wie man es dreht und wendet,die Frage, ob wir alleine im Universum sind, stellt sich für mich nicht (mehr)!

Wo in diesem Ganzen die Seele vorkommt, dazu ist mir allerdings noch keine Erklärung eingefallen. Vielleicht kann hier jemand anderes Licht ins Dunkel bringen?

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Euer "New-Blogger"

Michael Speiser



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